vorbei Friedensmusiken zum Kriegsende

FRIEDENSMUSIKEN ZUM KRIEGSENDE
VON TELEMANN UND GRAUN

14. UND 15. SEPTEMBER 2018
BEGINN UM 19:30 UHR
JOHANNEUM HAMBURG
(Maria-Louisen-Straße 114)

Felder voller Totenbeine,
junge Krieger, die vermodern,
Mütter, die sie wiederfodern.


(aus Telemanns Friedenskantate “Gott, man lobet dich in der Stille”)

Welche Zeit, welche Kriege sind es?
Man hört zu und weiß es schon
nach wenigen Minuten nicht recht!

Telemanns Friedenskantate nach über 250 Jahren wieder im Johanneum!

Zum dritten Mal seit 2016 und ebenfalls durch den Musikstadtfonds Hamburg gefördert, realisiert das Hamburger Ensemble Schirokko gemeinsam mit seinem Kooperationspartner Rheinische Kantorei unter der Leitung von Edzard Burchards ein Kulturprojekt, das vor dem Hintergrund der Feierlichkeiten zum Ende der Kriege 1763 und 1918 die Geschichte mittels Musik von Telemann und von den Brüdern Graun sowie literarisch mit rezitierten Texten aus den Kriegszeiten wieder sichtbar und erlebbar macht. Auf der Suche nach neuen Konzertformaten stärken die beiden Ensembles die Präsenz der historischen Aufführungspraxis in der Musikstadt Hamburg und erfreuen sich der Beteiligung der Schülerinnen und Schüler des Johanneums.

EINLASS UM 18:30
KONZERTBEGINN UM 19:30

M U S I K

Johann Gottlieb Graun
(1703 – 1771)

Messe in Es-Dur
(unvollständig, nur Kyrie und Gloria)
GraunWV A:Vl:1

Johann Gottlieb Graun war Konzertmeister und Kammermusiker in Diensten Friedrichs des Großen; er war verantwortlich für die Streicher des königlichen Opernorchesters. Über seine Messe in Es-Dur ist nicht viel Überliefert. »In der ersten Sammlung der zu Berlin herausgekommenen »Anekdoten und Charakterzüge« (Unger, 1786) wird erzählt: als der König aus dem Siebenjährigen Kriege zurückgekommen, habe er sich sogleich nach Charlottenburg begeben, habe den Konzertmeister Benda rufen lassen, mit dem Befehl, die Orgel in der Schloßkapelle, welche von den Feinden war verdorben worden, innerhalb vier Tagen wiederherzustellen. Dies wäre aber nicht möglich gewesen, und der König habe befohlen, ohne dieselbe das Te Deum aufzuführen. Die Musiker hätten den ganzen Königl. Hofstaat vermutet, aber der König wäre ganz allein gekommen, und als die Singstimmen mit dem Te Deum Laudamus u.s.w. eingetreten wären, habe er die Augen verborgen, um den Tränen des Danks gegen den Ewigen freien Lauf zu lassen.« (Quelle: Volz, Gustav Berthold, »Friedrich der Große im Spiegel seiner Zeit«)

Georg Philipp Telemann
(1681 – 1767)

Gott, man lobet dich in der Stille
Kantate zum Friedensschluss 1763
TWV 14:12

Georg Philipp Telemann prägte durch neue Impulse, sowohl in der Komposition als auch in der Musikanschauung, maßgeblich die Musikwelt der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts. Sein musikalischer Nachlass ist außerordentlich umfangreich und umfasst alle zu seiner Zeit üblichen Musikgattungen. Typisch für Telemann sind gesangliche Melodien, einfallsreich eingesetzte Klangfarben, vor allem im Spätwerk auch ungewöhnliche harmonische Effekte. Die Instrumentalwerke sind oftmals stark von französischen und italienischen, gelegentlich auch folkloristischen polnischen Einflüssen geprägt.
»Felder voller Totenbeine, / junge Krieger, die vermodern, / Mütter, die sie wiederfodern.«
Nachdem der 1763 beendete Siebenjährige Krieg spurlos an der Stadt Hamburg vorübergegangen war, feierte diese ein großes Fest. Aus diesem Anlass komponierte Georg Philipp Telemann, seinerzeit städtischer Musikdirektor in der Reichs- und Hansestadt, eine “Kantate zum Friedensschluss”, deren drastischer Text und bildpralle Musik die Schrecken des Krieges etwa so plastisch vor Augen führen, wie es das Zitat oben deutlich macht. (Quelle: Susanne Benda, 06.07.2000)

Carl Heinrich Graun
(1704 -1759)

Instrumentalmusik aus der Oper “Montezuma” (1754)
Libretto von Preußenkönig Friedrich dem Großen
GraunWV B:I:29

Carl Heinrich Graun wurde 1740 zum Kapellmeister am Hofe Friedrichs des Großen ernannt und konnte sich als Star des Berliner Opernwesens bis zu seinem Tod behaupten. Seine Opern bildeten neben den Werken von Johann Adolph Hasse die Stütze des Berliner Opernprogrammes.
»Montezuma« ist Grauns Opera seria in drei Akten. Das Libretto wurde vom Preußenkönig Friedrich dem Großen in französischer Sprache verfasst. Die Oper schildert, wie die spanischen Eroberer unter Hernán Cortés den Aztekenkaiser Montezuma durch List täuschen und ihn gefangen nehmen. Obwohl Montezumas Braut einen Rettungsplan entwirft, scheitern alle Bemühungen um eine friedliche Lösung und der Kaiser findet den Tod. Friedrich der Große beschreibt in der Oper ein Gegenbild zu sich selbst. Sein Libretto führt eindringlich vor, was mit einem Herrschaftsbereich geschieht, der sich militärisch nicht ausreichend absichert und fremden Armeen freundlich gegenübertritt. Eine bessere Argumentation für die eigene militärische Aufrüstung ließ sich kaum finden. Nur ein Jahr nach der Uraufführung des Montezuma in Berlin 1755 fällt der Preußenkönig 1756 in Sachsen ein, um einem Angriff der alliierten Nachbarstaaten auf Preußen zuvorzukommen.(Quelle: Wikipedia)

A K T E U R E

Edzard Burchards

EDZARD BURCHARDS
KÜNSTLERISCHE LEITUNG

Hanjo Kesting

HANJO KESTING
REZITATION

FRANK ARNOLD

FRANK ARNOLD
REZITATION

Tanya Aspelmeier

TANYA ASPELMEIER
SOPRAN

Nicole Pieper

NICOLE PIEPER
ALT

Knut Schoch

KNUT SCHOCH
TENOR

Konstantin Heintel

KONSTANTIN HEINTEL
BASS

ENSEMBLE SCHIROKKO HAMBURG

ORCHESTER AUF HISTORISCHEN INSTRUMENTEN

RHEINISCHE KANTOREI

AUF BAROCK SPEZIALISIERTE VOKALSOLISTEN

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